
Die Kometenjagd der Sternen-Seglerin
Zola, eine mutige Weltraumreisende, jagt einen verlorenen Kometen, der sich als ein verängstigter kleiner Stern herausstellt, und bringt ihn sicher nach Hause.
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Die Kometenjagd der Sternen-Seglerin
1 / 4 Das Leuchten im Dunkeln
Zola saß in ihrem kleinen Raumschiff. Ihre Haare funkelten wie echter Sternenstaub im Licht. Sie schaute aus dem runden Fenster. Dort draußen hingen viele Sternen-Laternen. Sie leuchteten hell und gelb.
Zola liebte es zu zählen. „Eins, zwei, drei“, sagte sie leise. Das machte sie immer, wenn sie glücklich war.
Plötzlich passierte etwas. Ein heller Blitz sauste am Fenster vorbei. Es war ein kleiner Komet mit einem langen, glitzernden Lichtschweif. Das war Kometen-Kit. Aber Kit flog viel zu schnell. Er wirbelte wild im Kreis herum.
„Oh weh!“ rief Zola. Sie sah, wie Kits Schweif ganz hektisch zitterte. Der kleine Stern hatte große Angst. Er wusste nicht, wo er war.
Zola sprang sofort auf. Sie zog ihre silbernen Stiefel fest. „Er braucht Hilfe“, dachte sie. Sie drückte auf einen großen, grünen Knopf an ihrem Steuerpult.
„Keine Sorge, kleiner Stern!“ rief Zola in ihr Funkgerät. „Ich komme!“
Zola wollte Kit retten. Ein kleiner Stern sollte niemals alleine im Dunkeln sein. Sie hielt das Lenkrad fest mit beiden Händen. „Ich helfe dir!“ sagte sie noch einmal ganz mutig.
Das Raumschiff wackelte ein bisschen. Dann flog Zola los. Sie jagte dem glitzernden Licht hinterher. Das große Abenteuer begann genau jetzt.

Die Kometenjagd der Sternen-Seglerin
2 / 4 Verfolgung durch den Sternenstaub
Zola kletterte in ihr schnelles Raumschiff. Sie summte ein kleines Lied vor sich hin. Das machte sie immer, wenn sie aufgeregt war.
„Bist du bereit, Kit?“, fragte Zola und prüfte die Hebel. Kometen-Kit wackelte wild mit seinem langen, glitzernden Lichtschweif. Das bedeutete bei ihm: „Ja, los geht’s!“
Zola drückte einen großen, hellen Knopf. Der Motor schnurrte so leise wie eine schlafende Katze. „Halt dich fest, Kit! Wir fliegen los!“, rief Zola.
Das Schiff hob sanft ab. Plötzlich flogen sie mitten in eine riesige Wolke. Aber es war keine dunkle Regenwolke. Es war eine Wolke aus glitzerndem Sternenstaub.
Überall funkelte es in Blau und Gold. Der feine Staub klopfte leise gegen das Fenster. Es klang wie kleiner Glitzer-Regen. „Oh, wie schön das leuchtet!“, sagte Zola staunend.
Kit flog ganz nach vorne. Er leuchtete jetzt so hell wie eine Taschenlampe. Mit seinem Schweif malte er eine helle Spur in den Staub. Er zeigte Zola den Weg. „Du bist ein toller Helfer“, lachte Zola.
Der Sternenstaub war so weich wie Puderzucker. Das Schiff glitt ruhig hindurch. Zola schaute fest nach vorne. Irgendwo dort suchte sie den kleinen, verirrten Kometen. Sie würde ihn finden. Ganz bestimmt.

Die Kometenjagd der Sternen-Seglerin
3 / 4 Der verirrte Stern
Zola steuerte ihr Schiff ganz vorsichtig hinter einen großen, grauen Weltraum-Felsen.
„Ganz leise“, flüsterte Zola. Sie strich sich eine funkelnde Locke aus der Stirn. „Da vorne ist etwas.“
Hinter dem Felsen kauerte kein wilder Komet. Es war ein kleiner, runder Stern. Es war Kometen-Kit! Der kleine Stern zitterte am ganzen Körper. Er weinte dicke, goldene Lichtperlen. Plopp, plopp, plopp. Die Perlen schwebten wie kleine Seifenblasen durch das dunkle All.
„Oje“, sagte Zola. „Du bist ja gar kein gefährliches Monster. Du bist nur ein verirrter kleiner Stern.“
Kit schaute auf. Er schniefte laut. „Ich habe mein Zuhause verloren“, piepste er traurig. Sein langer, glitzernder Lichtschweif leuchtete nur noch ganz schwach. Er sah aus wie eine müde Sternschnuppe.
Zola kniete sich vor ihn hin. „Keine Angst, kleiner Kit. Ich bin Zola. Ich helfe dir.“
Kit wackelte vorsichtig mit seinem Schweif. „Wirklich? Die anderen Sterne sind so weit weg. Alles ist so dunkel.“
Zola holte ihre große Sternen-Karte hervor. Die Karte leuchtete in allen Farben des Regenbogens. Sie suchte mit dem Finger den Weg.
„Schau mal hier!“, rief Zola. „Dort oben leuchten die Silber-Glöckchen. Das ist dein Sternbild! Da gehörst du hin, richtig?“
Kometen-Kit machte einen kleinen Hüpfer vor Freude.
„Ja! Das ist mein Bett!“, rief Kit. Er wedelte so wild mit seinem Schweif, dass überall bunter Sternenstaub herumflog.
„Dann mal los“, sagte Zola und lachte. „Wir bringen dich nach Hause!“

Die Kometenjagd der Sternen-Seglerin
4 / 4 Ein Funkeln für alle
Zola lenkte ihr Schiff ganz ruhig durch das lila Weltmeer. „Schau mal da vorne, Kit!“, rief sie. Da blinkten viele silberne Lichter. Es waren die Silber-Glöckchen. Das war Kits Zuhause.
Kit machte einen wilden Purzelbaum in der Luft. Sein langer, glitzernder Schweif malte bunte Streifen in die Dunkelheit. Er war nicht mehr traurig. Er war jetzt ein ganz stolzer kleiner Stern.
„Ich bin wieder da!“, piepste Kit . Er wackelte aufgeregt mit seinen Zacken.
Die anderen Sterne blinkten freundlich zurück. Sie sahen aus wie viele kleine Lampen am Nachthimmel. Zola lächelte. Sie strich sich eine funkelnde Locke aus dem Gesicht. „Du gehörst genau hierher“, sagte sie leise.
Kit leuchtete nun so hell, dass Zola die Augen ein bisschen zusammenkneifen musste. Er summte eine kleine, brummige Melodie. Brumm, brumm, glitzer. Das machte er immer, wenn er besonders glücklich war.
„Danke, Zola!“, sagte Kit. Er gab ihrem Raumschiff einen kleinen Nasen-Stupser aus Sternenstaub.
„Gern geschehen, kleiner Freund“, antwortete Zola. Sie winkte ganz fest. „Pass gut auf dich auf!“
Zola drehte ihr Schiff langsam um. Das Weltall war nun gar nicht mehr dunkel. Es war voller Licht und Wärme. Zola fühlte sich richtig gut. Sie hatte einem neuen Freund geholfen. Das war das schönste Abenteuer von allen. Sie gähnte einmal kurz. Auch eine mutige Weltraumreisende musste mal schlafen.
„Gute Nacht, kleiner Stern“, flüsterte sie in die Stille.
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