Personalisierte Geschichten als inklusives Werkzeug für Leseförderung und Deutsch als Zweitsprache (DaZ/DaF).
Sinkende Lesekompetenz, wachsende Sprachbarrieren und Personalmangel belasten Kitas und Schulen. Gugu setzt genau dort an: Die Plattform erzeugt personalisierte, altersadaptive Geschichten in Text, Bild und Audio — mit dem Kind als Held, in mehreren Sprachen und nach striktem Safety-by-Design. Die zugrunde liegende App ist seit 30. Juni 2026 im App Store und bei Google Play live; für den Bildungskontext entwickeln wir sie gezielt weiter.

Manche Situationen lösen weder Ermahnung noch Belohnungssystem — aber eine Geschichte öffnet die Tür. Kinder reflektieren über eine Figur leichter als über sich selbst: Die erzählerische Distanz senkt die Abwehr. In Gugu legen Pädagog:innen dafür Thema und Lernziel gezielt fest — die Geschichte wird um das pädagogische Ziel herum gebaut, auf Zuruf und in Minuten.
Regeln missachten, nicht zuhören, ständiges Dazwischenrufen: Statt der zehnten Ermahnung erlebt die Gruppe eine Geschichte, in der der Held genau diese Situation meistert — und das Gespräch danach führt das Kind selbst zur Einsicht („Was hätte der Held tun sollen?").
Streit, Ausgrenzung, Petzen, Eifersucht: Konfliktlösungs-Geschichten auf Zuruf greifen die aktuelle Situation auf — anonymisiert über Figuren, sodass kein Kind bloßgestellt wird. Die Geschichte wird zum gemeinsamen Gesprächsanlass statt zum Tribunal.
Wut, Angst vor dem Dunkeln, Trennungsschmerz, Einschulung, ein neues Geschwisterchen: Mut- und Gefühlsgeschichten sowie Fantasiereisen geben schwierigen Emotionen eine Form und helfen bei Übergängen und Ruhephasen.
Teilen, Ehrlichkeit, Geduld, Zähneputzen, Aufräumen: In Gugu wird das Lernziel explizit gewählt und die Geschichte darum gebaut — und lässt sich in immer neuen Varianten wiederholen, bis es sitzt, ohne dass dieselbe Geschichte langweilt.
Das Kind als Held der eigenen Geschichte ist ein stärkerer Anreiz als Sticker-Tabellen: Es will wissen, wie seine Geschichte weitergeht — und verbindet das gewünschte Verhalten mit einer positiven Identität statt mit Vermeidung von Strafe.
Ehrlich gesagt: Gugu ersetzt keine pädagogische oder psychologische Fachkraft. Es ist ein Impuls-Werkzeug für den Alltag — die pädagogische Arbeit machen weiterhin Sie. Genau deshalb entwickeln wir den Einrichtungs-Modus gemeinsam mit Pädagog:innen und begleiten den Einsatz wissenschaftlich.
Wir zitieren nur, was belegt ist. Drei Befunde bilden den Ausgangspunkt unserer Arbeit:
Bei PISA 2022 erreichten Österreichs 15-Jährige im Lesen 480 Punkte — rund ein Viertel der Schüler:innen zählt zur leistungsschwachen Gruppe im Lesen.
IQS — PISA 2022 (BMBWF)Bei PIRLS 2021 erreichten Österreichs Volksschulkinder 530 Punkte (2016: 541); 20 % gelten als schwache Leser:innen. Österreich zählt zu den EU-Ländern mit dem stärksten Zusammenhang zwischen sozialem bzw. sprachlichem Hintergrund der Familie und der Lesekompetenz.
IQS — PIRLS 2021 (BMBWF)Eine Meta-Analyse über 99 Studien (N = 7.669) zeigt: Lesevolumen und Lesekompetenz verstärken sich gegenseitig in einer Aufwärtsspirale — wer gern und viel liest, liest besser, und liest deshalb noch mehr. Lesemotivation ist damit ein zentraler Hebel.
Mol & Bus (2011), Psychological Bulletin: „To Read or Not to Read"Unsere Arbeitshypothese: Personalisierte Geschichten, in denen sich das Kind wiederfindet, erhöhen genau diese Lesemotivation — und bilinguale Ausgabe senkt die Einstiegshürde für Kinder mit anderer Erstsprache. Ob und wie stark das wirkt, wollen wir nicht behaupten, sondern in der geplanten wissenschaftlichen Begleitung messen.
Der vorgelesene Text wird beim Anhören synchron hervorgehoben — Kinder verbinden Klang und Schriftbild, lesen mit und trainieren Leseflüssigkeit. Weil sich das Kind in der Geschichte wiederfindet (eigener Name, eigene Interessen, vertraute Figuren), entsteht Lesemotivation aus der Geschichte selbst — nicht aus Belohnungssystemen.
Geschichten aktuell auf Deutsch, Englisch und Spanisch — der Ausbau auf weitere Sprachen ist geplant. Dieselbe Geschichte kann in Erst- und Umgebungssprache erlebt werden und baut so bilinguale Brücken: Kinder mit anderer Erstsprache erweitern spielerisch ihren Wortschatz, ohne Defizit-Erleben.
Wortschatz, Satzlänge, Kapitelumfang und Themenwahl werden pro Altersstufe kalibriert: 2–4, 4–6, 6–8, 8–10, 10–12, 12–14 und 14+. In einer heterogenen Gruppe kann dieselbe Geschichtenidee auf unterschiedlichen Lesestufen erzählt werden — Differenzierung ohne Mehraufwand.
Jede Geschichte gibt es als Hörfassung mit professioneller Erzählstimme — für Leseecken, Stuhlkreis und Ruhephasen. Geschichten sind offline nutzbar, komplett werbefrei und ohne In-App-Ablenkung konzipiert.
Im Kindergarten liest das Kind noch nicht — Gugu liest vor. Pädagog:innen steuern per App, Gugu erzählt gruppenweit im Stuhlkreis: Geschichten auf Zuruf zu aktuellen Situationen („Ein Igel lernt zu teilen"), Fantasiereisen zur Emotionsregulation, Begleitung von Ruhephasen und Mittagsschlaf, Wortschatzaufbau über Sprechanlässe und Nacherzählen.
Der Karaoke-Reader unterstützt Leseflüssigkeit und Lesemotivation — jedes Kind liest dieselbe Geschichtenidee auf seiner Lesestufe. Bilinguale Ausgabe unterstützt DaZ-Förderstunden; Themen und Lernziele (Teilen, Mut, Gefühle, Konfliktlösung) lassen sich gezielt in Geschichten verpacken.
Hörgeschichten für Leseecken und ruhige Phasen — offline, werbefrei, ohne Endlos-Feed. Kinder wählen Themen selbst oder hören gemeinsam; Betreuungspersonen behalten die Kontrolle über Inhalte und Dauer.
Im Geschichten-Hub finden Sie offizielle Gugu-Geschichten in voller Länge — mit Kapitelbildern und Vorlese-Audio, direkt im Browser und ohne Anmeldung.
Beispiel-Geschichten ansehenFür den Einsatz in Einrichtungen entwickeln wir auf Basis der Live-App einen eigenen Modus — gemeinsam mit Pilot-Einrichtungen. Geplanter Funktionsumfang:
Gugu ist werbefrei, DSGVO-konform und nach dem Prinzip der Datenminimierung entwickelt — es gibt kein werbliches Profiling von Kindern. Für Einrichtungen gehen wir weiter:
Sie sind eine Schule, ein Hort oder ein Kindergarten und wollen adaptive Werkzeuge für Leseförderung und Sprachenlernen erproben? Wir nehmen 5 Pilot-Einrichtungen in Österreich und im DACH-Raum auf — persönlich begleitet durch das Gründerteam.
Was Pilot-Einrichtungen bekommen:
Wir wollen die Wirkung nicht behaupten, sondern messen. Deshalb streben wir Forschungskooperationen mit pädagogischen Hochschulen und Universitäten an — als geförderte Kooperation (z. B. FFG Innovationsscheck, perspektivisch Sparkling Science / Innovationsstiftung für Bildung), mit dem Ziel eines öffentlichen Whitepapers und einer offenen Handreichung für Pädagog:innen.
Unsere Leitfrage:
Wie wirken personalisierte, mehrsprachige KI-Geschichten auf frühen Wortschatz, Sprechfreude, Zuhör-Ausdauer, Lesemotivation und DaZ/DaF-Erwerb — und wie lassen sie sich pädagogisch wirksam und datenschutzkonform im Gruppensetting einsetzen?
Nichts. Die ersten 5 Pilot-Einrichtungen erhalten während der gesamten Pilotphase kostenlosen Zugang inklusive persönlicher Begleitung.
Ein Tablet oder Smartphone (iOS oder Android) pro Gruppe genügt. Geschichten sind offline nutzbar — stabiles WLAN ist nur für die Erstellung nötig.
Wenig. Wir begleiten die Einführung persönlich, die Bedienung ist auf den pädagogischen Alltag ausgelegt (Geschichte anfragen, prüfen, abspielen).
Im Edu-Kontext arbeiten wir mit anonymen Gruppenprofilen — es gehen keine echten Namen oder Geburtsdaten an KI-Anbieter. Sprachdaten werden ephemer verarbeitet und sofort gelöscht; ein Training von KI-Modellen mit Edu-Daten findet nicht statt. AV-Vertrag und Einwilligungsvorlagen stellen wir bereit.